Hans-Jörg Vollert: 100 Jahre. Insolvenz. Neustart.

Shownotes

Was du aus dieser Episode mitnimmst:

  • Warum Banken in einer Sanierung nach anderen Regeln spielen und was das für Unternehmer bedeutet
  • Wie man eine Insolvenz offensiv kommuniziert, statt auf Tauchstation zu gehen
  • Warum Plan B manchmal der größte Fehler ist und was stattdessen zählt
  • Was es bedeutet, 75 % seiner Anteile abzugeben und trotzdem das Unternehmen zu gestalten
  • Warum Verantwortung der einzige innere Wertekompass ist, der in der Krise wirklich trägt

Über „Gestalten statt Jammern"

Der Podcast für Unternehmer, Führungskräfte und alle, die lieber agieren als klagen. In jeder Episode sitzt jemand am Mikrofon, der genug Gründe zum Jammern hätte und es trotzdem nicht tut. Takeaways direkt aus der Praxis. Keine Theorie. Kein Hochglanz.

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Kontakt

Hans-Jörg Vollert, Geschäftsführer Vollert Heavy Duty Solutions https://www.vollert.de/de/home https://www.linkedin.com/in/hansjoergvollert/

Kai Michael Kisseberth, Host 'Gestalten statt Jammern' https://www.kisseberth.com/ https://www.linkedin.com/in/kai-michael-kisseberth-1879b48a/ info@kisseberth.com

Du willst Gast im Podcast werden? Du gestaltest statt zu jammern und hast eine Geschichte, die andere weiterbringt? Dann melde dich. Keine Selbstbeweihräucherung, keine Werbeveranstaltung. Nur echte Einblicke, echte Learnings, echter Mehrwert. Bitte schreibe direkt an: info@kisseberth.com

Transkript anzeigen

00:00:00: Das Thema ist halt ins Insolvenz.

00:00:01: als Unternehmer, speziell jetzt als Insolventerunternehmer.

00:00:05: Da fährst du nicht mehr, sondern da sitzt du hinten auf dem Rücksitz und du wirst

00:00:09: gefahren.".

00:00:16: Gestalten oder nur reagieren – was entscheidet?

00:00:18: Das erfährst Du hier mit herausragenden Persönlichkeiten an meiner Seite.

00:00:23: Gestalten statt jammern.

00:00:24: Ich bin Dein Host Kai Michael Kisebert.

00:00:26: Hallo, schön dass du heute wieder rein hörst.

00:00:35: Die wirtschaftliche Situation in Deutschland ist bekanntermaßen nicht ganz so einfach und wir sprechen an vielen Stellen über Insolvenzen.

00:00:42: Das ist ein Thema was unser heutiger Gast sehr bitter am eigenen Leib erfahren musste.

00:00:47: Nach dem sein Unternehmen mittlerweile hundert Jahre Bestand war wenige Tage nach der Jubiläumsfeier auf einmal der Ofen aus und es hieß erst einmal Insolvensantrag.

00:00:56: Was ich so unglaublich bemerkenswert finde, ist dass mein heutiger Gast Lösungen gefunden hat und gestaltet hat.

00:01:02: Wir werden sehen das er große Einschnitte hinnehmen musste auch viele Prozente seiner Unternehmensanteile abgegeben hat aber immer getrieben war von einem Punkt Es wird gestaltet es wird nicht gejammert.

00:01:13: wir finden eine Lösung.

00:01:16: Das Unternehmen geht heute stärker denn je aus der ganzen Situation hervor.

00:01:20: Und insofern glaube ich, ist das eine Folge die ganz besonders Mut macht und vielleicht auch vielen, die jetzt gerade in der Gestaltungsfrage stecken Orientierung geben kann.

00:01:29: Wie kann es weitergehen?

00:01:31: Wie gehe ich damit um?

00:01:32: Wie arbeite ich mich aus Krisen raus?

00:01:35: Das ist die Folge, die ja auf jeden Fall zu hören ist.

00:01:37: und damit ganz herzlich willkommen Hansjörg Vollert!

00:01:41: Ja, vielen Dank Kai.

00:01:42: Herzlich Willkommen bei uns hier in Weinsberg Hab ja gerade gelernt, dass du auch Weinsperger bist.

00:01:48: Also war die Anfahrt nicht ganz so weit?

00:01:49: Die

00:01:49: Anfahrт war sehr kurz.

00:01:51: Vielen Dank für die Einladung!

00:01:53: Hansjörg, hundert Jahre Unternehmenshubiläum zwei Großprojekte akquiriert im letzten Jahr und wenige Wochen später kündigen dann die Banken-Avalbürgschaften.

00:02:03: Wie geht's einem da wenn man ein paar Tage zuvor noch mal gefeiert hat und dann im Prinzip gesagt hat hey es geht jetzt in die nächsten Hundert Jahre rein

00:02:12: Ganz schwierig.

00:02:15: Also wir wussten ja, dass wir in schwierigem Fahrwasser unterwegs sind.

00:02:20: Es ist ja nicht so das die Krise dann irgendwo über einen herein bricht.

00:02:25: Wir wussten also auch schon zwei Jahre vor dem Jubiläum Dass wir in schweren Fahrwassern unterwegs sind.

00:02:34: Das Jubilän man sich lässt sich halt nicht verschieben.

00:02:36: es ist ein bisschen wie Weihnachten.

00:02:38: Wir haben uns lange überlegt was können wir da tun?

00:02:41: Richtig ins Konzept gepasst hat's uns natürlich nicht.

00:02:45: Wir haben aber dann die Budgets untergenommen, dass es auch in die Zeit passt und haben gesagt also es wäre ein fatales Signal an den Markt wenn wir sagen würden das hundertjährige jetzt nicht feiern um diese Ausgaben zu sparen.

00:03:02: Von der Gesamtsituation wie immer eine Krise ist ja nicht ein singuläres Ereignis Ein paar Dinge, die uns halt extrem beschäftigt hatten.

00:03:15: Wir haben einen großen Schiedsgerichtsprozess im Jahr zwei Tausend neunzehn verloren, wo uns sehr viel Liquidität mehr oder weniger ab geraucht ist und sind dann mit einem Husten, sage ich mal, mit so leichten krippalen Infektern in diese Coronazeit gegangen, die für uns als Maschinenanlagebauer brutal war.

00:03:40: Wir hatten ja auf der ganzen Welt Baustellen, wir mussten die Leute heimbringen und durften auch nirgends mehr hin.

00:03:47: Es wurde auch nichts mehr vergeben es gab keine Verhandlungen.

00:03:50: das war ja mal ein halbes Jahr beim Auftragseingang quasi fast gar nix los.

00:03:55: dann haben uns soweit wieder berabbelt.

00:03:57: ich weiß noch... Wir hatten immer über das Thema Russland diskutiert.

00:04:02: was machen wir mit Russland?

00:04:03: zwei vierzehn dieses Thema auf der Krim.

00:04:07: Russland war ein sehr attraktiver Markt für uns hochpreisig, haben das dann gehalten.

00:04:13: Wir hatten am Vortrag des Beginn des Ukrainekriegs vierzehn Millionen Euro Russlandaufträge in den Büchern, da kamen zwei Wochen vorher der letzte.

00:04:24: und wie gesagt wir waren dann eigentlich froh und mutig, dass alles gut hingehen ging.

00:04:28: Dann kam die Ukraine Krieg und auf einmal wusste man was alles aus der Ukraine kommt vom Stahl vom Neon, von verschiedensten Materialien hatte dann extreme Preissteigerungen.

00:04:39: Wir mussten für ein Großprojekt in Frankfurt das Material kaufen.

00:04:43: und dann war der Lockdown in China dann wo wir noch Kugelager ausfliegen mussten da fünfzigtausend Euro mehr kosten, da hunderttausende Euro mehr kosten.

00:04:54: Und dann kam im Prinzip in dem Jahr vierzehnzig-fünfezwanzig eine Auftrags-Flaute dazu.

00:04:59: Das war relativ schwierig.

00:05:04: Dann sind wir so in diese Zeit reingegangen und waren dann von einer Bank in die Sanierung übergeleitet worden.

00:05:14: Das war aber auch erst im April, April zwanzig fünfundzwanzig.

00:05:18: Und hatten da eine Pulsitzung Ende Mai wo wir dann noch klare Auftrag haben der Banken IDW SX Gutachten.

00:05:26: Wir auftragen den Sanierungsgutachten.

00:05:27: also das ist ein Gutachten.

00:05:29: was die Bank heute brauchen damit es überhaupt weiter geht hat sich dann auf einen Standstill geeinigt.

00:05:35: Das heißt also auch, so hatten wir es damals verstanden, dass die Linien offen bleiben und hatten... Also

00:05:42: wie die Kreditlinien?

00:05:43: Die

00:05:43: Kredit-Linien ja!

00:05:44: Wir haben mir im Prinzip eigentlich nie Großbarkredite gehabt sondern im Wesentlichen finanziert sich das Unternehmen, da hat sich das Unternehmel über Avale finanzieren.

00:05:54: Und wir waren dann an zwei Großprojekten dran, die wir dann auch akquiriert haben.

00:06:01: Das Jubiläum war dann dazwischen.

00:06:04: Wir haben praktisch schon mal gesagt, das Jubilärum war Ende Juni bis Ende Junii, wenn wir keine Erwale brauchen aber im Juli da wird es wieder losgehen weil ja da einigen Dingen dran sind und wie gesagt wir dann auch geglaubt haben dass wir die Talsohle durchschritten haben.

00:06:19: Dann haben wir das Jubilläum gefeiert.

00:06:20: nachdem wir jetzt im Prinzip mit den Banken des grundsätzliche Verständnis hatten also IDW-SX beauftragen wo dann die Ergebnisse irgendwann Ende September vorgelegen werden war klar, wir sind unter den gegebenen Prämissen diese dreizehn Wochen durchfinanziert.

00:06:36: Dann soll ich für uns ganz klar mit Neuaufträgen und als das Jubiläum dann rum war Anfang Juli haben wir die Avale beantragt und da haben uns die Banken nicht gegeben.

00:06:47: Da haben wir schon gemerkt wer vielleicht mal in der Situation war mit Banken ist nicht unbedingt eine offene Kommunikation sondern es ist schon etwas was sehr verklausuliert daherkommt und wo natürlich auch ja jeden tag manchmal vielleicht eine andere marschrichtung dann ausgegeben wird.

00:07:11: also wir hatten gesagt okay, wir brauchen die awale.

00:07:14: Und dann ja Sten Still heißt ja vielleicht doch eher keine neuen awale.

00:07:20: jetzt müssen wir doch mal abwarten.

00:07:22: und ja und da müssen wir in die kalkulation reinschauen Wir haben den gesamten informationsbedarf abgeliefert.

00:07:31: Unser Hauptproblem war und das wird dir aber natürlich in diesen Runden nicht gesagt, unser Hauptproblem wir haben den Banken einige Jahre zu vorausreichend Sicherheiten gegeben.

00:07:43: Und wir hatten einfach das Problem dass ein Freund hat es mal zu mir gesagt du musst so vorstellen die Banken gucken nur drauf.

00:07:52: was ist das Risiko jetzt?

00:07:54: Beginn Sanierung!

00:07:56: Was ist das risiko?

00:07:57: Ende Sanierung.

00:07:58: Und unser Problem war, dass das Risiko Null war.

00:08:01: jetzt und dann kann das Risico in Zukunft nicht geringer werden.

00:08:05: Weil wir hatten den Bankensicherheiten gegeben.

00:08:10: da war das Obligo dreimal so hoch wie quasi zu der Zeit.

00:08:13: Wir hatten noch nie so eine geringen Auslastung des Avalrahmens und es war klar für die Banken über die Sicherheiten Dass wenn sie Jetzt gehen bekommen Sie alles zurück und was dann vielleicht in ein oder zwei Jahren war Das weiß man nicht.

00:08:27: Und dann gibt es für die Bank letztendlich nur eine Entscheidung und das heißt, das heißt dann gehen.

00:08:34: Das ist aber irgendwas was dir die Bank natürlich nicht direkt ins Gesicht sagen.

00:08:38: Aber das ist das.

00:08:39: vom Risikomanagement können die heute auch aufgrund der Regulierung fast gar nichts anderes entscheiden?

00:08:45: Ja, da war schon ein heftiger Schlag wenn wir mit den vermeintlichen Partnern am Tisch sitzen und dann eben der Brot unter die Füße wegbezogen bekommt in dem Moment

00:08:54: Das ist brutal.

00:08:57: Wir haben das auch im Haus immer wieder diskutiert, werden wir da fallen gelassen?

00:09:01: Werden wir nicht fallen gelass... Also ich hätte das nie gedacht!

00:09:04: Ich habe eine Bank noch am Jubiläum, weil man mit denen über hundert Jahre Geschäfte machen, hab' ich noch gelobt.

00:09:10: und also auch die Vorständin, die da war hat noch gesagt, sie hatte eigentlich ein gutes Gefühl für die Sanierung.

00:09:16: Das Problem ist, wenn du in diesen Sanierungsabteilungen bist da redet kein Markt mehr mit.

00:09:21: Das hat seine eigenen Gesetzmäßigkeiten und wir haben inzwischen viele Banker auch schon so ein bisschen berichtet.

00:09:27: ja wie gesagt wie die Spielregeln dort sind sehr schwierig.

00:09:33: Unser Hauptproblem war einfach dass die Banken letztendlich übersichert waren.

00:09:38: Ja da könnte man ja Dann ins Jammern verfallen in so einer Situation als hundert Prozent Gesellschaft, aber was bei dir dann auch unglaublich krass fand.

00:09:46: Dass du eben danach nach so noch kurzen Zeit mit den sechs Monaten nach dem Insolvenzverfahren einen konkreten Lösungsvorschlag hattest und vielleicht kannst mal unseren Hörn ein bisschen mitnehmen Wie du das für dich hinbekommen hast, dann im Rahmen des Insolvenzverbandes Antrags auf Gestaltung umzuschalten und nicht in Servern zu versinken.

00:10:09: Was waren deine Antreiber?

00:10:11: Waren die Mitarbeiter?

00:10:13: War es deine Familie?

00:10:14: Was hat ich in diesen Gestaltungsdrang gebracht?

00:10:17: oder war es einfach die Verantwortung gegenüber der Familienhistorie mit Vater und Großvater im Unternehmen?

00:10:29: Es ist natürlich ein schwieriger Prozess in einer Insolvenz, die dann auch nicht in Eigenverwaltung war.

00:10:36: Wir hätten auch die Finanzmittel gehabt, Insolvens in Eigen Verwaltung zu machen.

00:10:41: Das haben auch die Banken abgelehnt – das weiß ich bis heute nicht warum.

00:10:46: Insolventsverwalter kamen und wir haben einen relativ schnellen guten Draht zueinander gefunden viele Dinge, die wir vorher schon auch umsetzen wollten dann in der Insolvenz umsetzten können.

00:11:01: Es ist als Unternehmer etwas also etwas frustrierend wenn man sieht was in einer Insolvens auf einmal geht.

00:11:08: Also wenn du normal restrukturierst, die Restrukturungskosten in Deutschland aufgrund unserer gesetzlichen Rahmenbedingungen sind extrem teuer.

00:11:15: Wir haben das also mal durchgerechnet, diese Aufspaltung der Firma im Betonfertigteilbereich und im Intralogistikbereich was wir dann auch gemacht haben.

00:11:22: Das hätte uns damals glaube ich um so um die vier Millionen Euro gekostet.

00:11:26: Der Insolvenzverwalt hat es... für ein bisschen mehr wie eine halbe Million Euro gemacht, weil er halt einfach andere Rahmenbedingungen hat.

00:11:34: Also das empfand ich als extrem frustrierend, weil an Bosch einen VW, einen Mercedes und wie sie alle heißen die können sich natürlich diese milliardenschweren Restrukturierungen zwar auch unter Schmerzen aber die können die sich leisten.

00:11:50: Der Mittelstand kann sich das an vielen Stellen schlichtweg gar nicht leisten, weil der das Geld nicht hat ist die Frage, wie geht es dann weiter?

00:12:02: Wie gesagt, von dem her war relativ schnell klar, wie wir diesen Weg gehen.

00:12:05: Ich glaube, hätten wir das nicht gemacht – die Firmenaufspaltung wäre so auf den möglichen Investoren sehr überschaubar geblieben.

00:12:15: Dadurch dass wir das dann ab aufgespaltet haben, gab's für jeden Bereich wirklich großes Interesse.

00:12:22: nach der Insolvenzverwalt und der Heronnung hat man gesagt, Mensch Herr Vollert!

00:12:25: Also sowas hatte ich jetzt die letzten Monate und Jahre eigentlich nicht mehr.

00:12:30: Dass so großes Interesse einer Firma besteht, dass Kunden kommen und sagen Mensch wenn die Firma verschwindet dann haben wir ein Problem.

00:12:40: Das war also schon besonders.

00:12:42: Jetzt ist halt die Kunst Insolvenzverfahren.

00:12:45: Meine Anwälte haben das dann So gesagt, das Thema ist halt ins Insolvens als Unternehmer Speziell jetzt als Insolventerunternehmer Da führst du nicht mehr sondern da sitzt du hinten Hinten auf dem Rücksitz und du wirst gefahren.

00:12:59: Und die Kunst ist jetzt bei aller Niedergeschlagenheit, und bei allem was man da vielleicht ins Grübeln kommen könnte und bei allen wie es einem da auch schlecht geht dann doch vielleicht ein bisschen sage ich mal zumindest die Richtung dann mitbestimmen zu können.

00:13:22: Ich glaube in Summe ist uns da wirklich etwas Gutes gelungen.

00:13:28: Es ist natürlich bitter, wenn von zweihundertvierzig Mitarbeitern achtzig den Arbeitsplatz verlieren.

00:13:33: Aber erstens ist es notwendig damit das überhaupt weitergeht.

00:13:37: Das nützt ja nichts, wenn es mit zweihundvierzigt Mitarbeiter dann in Summe wieder nach zwölf Monaten der nächste Insolvenzantrag kommt weil's einfach nicht trägt.

00:13:46: Wir haben verschiedene Konzepte durchgerechnet und alle Unternehmen haben gesagt starte so schlank wie möglich – das haben wir auch gemacht.

00:13:52: Ist auch gut so, weil die Welt wartet nicht auf einen.

00:13:56: Das ist schon extrem, wenn man dann auch so im Neustart ist.

00:14:00: Du weißt natürlich wie ein Start-up die ersten sechs Monate bist du halt mal mehr oder weniger hast deine Kosten und musst ja gucken da lebst du dann von der Substanz.

00:14:12: Ich denke, wir haben eine wirklich gute Lösung gefunden.

00:14:14: Wir haben das aufgespalten in den Betonfertigteilbereich mit einem Investor aus Finnland, den wir schon lange kennen.

00:14:22: Das sind die Produkte absolut komplementär.

00:14:24: Das passt super zueinander.

00:14:26: Was er nicht hatte, haben wir.

00:14:28: was wir nicht hatten, hatte er.

00:14:29: Ich denke es ist eine sehr gute Lösung.

00:14:32: Die sind noch bis Ende Juli bei uns im Haus und werden dann hier in Weinsberg eine dauerhafte Bleibe beziehen.

00:14:40: Für den anderen Bereich hatten wir mehrere Optionen.

00:14:44: Es hat sich dann im Prinzip ein ehemaliger Lieferant gemeinsam mit mir durchgesetzt, oder einen Lieferand von uns durchgesetzt.

00:14:52: Er ist ein Stahlbauer aus Tschechien gehört auch einer tschechischen Familienunternehmen sind zwei Brüder, thirty-eight und vierzig Jahre alt.

00:15:02: Und da hatten wir eigentlich wirklich das getragen von einem gegenseitigen Respekt und haben eine gute Lösung gefunden.

00:15:12: Aber das war kein Selbstläufer.

00:15:13: Das muss man ganz klar sagen, da ist natürlich große Konzerne haben sich interessiert.

00:15:18: Da würde vermutlich der Name Fallout überhaupt keine Rolle mehr spielen.

00:15:21: Es werden auch deutlich wenige Arbeitsplätze gesichert worden.

00:15:27: Dass ich das jetzt so durchgesetzt hatte, es war dann schon ein hartes Stück Arbeit und für einen selber ... Das Riesenproblem.

00:15:35: Man muss ja eine gewisse Zuversicht ausstrahlen, auch den Mitarbeiter beim Insolvenzfall gesagt haben.

00:15:40: Das ist keine normale Insolvenz wie es gerade hat.

00:15:43: Ihr könnt euch das alle angucken und für die Leute, die dann gehen müssen wird's klar, weil die Finanzmittel mehr oder weniger da waren, wirds auch eine vernünftige Lösung

00:15:54: geben.".

00:15:55: Also für die Leute, die gehen mussten gab es dann sechs Monate Transfergesellschaft.

00:15:59: Achtzig Prozent vom letzten Netto auch mit noch gewissen Prämien also das maximale was unter Insolvenz Gesichtspunkten geht.

00:16:07: und ich weiß auch heute dass von den achtzig Leuten also die die denn auch wirklich sich weiter vermitteln haben lassen wollen die allermeisten dann auch wirklich einen neuen Job gefunden

00:16:19: haben.

00:16:19: Das war Motivation dann schon auch sich die Verantwortung gegenüber der Mitarbeiter zu halten, aber auch den Namen irgendwo dann noch beizubehalten nach Möglichkeit.

00:16:29: Es ist eine Mischung aus vielem.

00:16:32: also natürlich es geht auch um mich selber.

00:16:35: ich habe dieses Geschäft jetzt seit ich neunzwanzig bin.

00:16:39: Ich war ja selbe Existenzgründer und hab das damals übernommen.

00:16:43: Habt das gemacht?

00:16:44: Ich habe zum Zeitpunkt Insolvenz zur meiner Frage gesagt wir rechnen jetzt mal ein Jahr lang mit keinen Einnahmen Wir geben uns da eine gewisse Zeit.

00:16:57: Wir haben dann auch überlegt, soll ich mir einen Plan B noch überlegen?

00:17:02: Unternehmensberatung und Consulting was gibt es.

00:17:04: Hab mich dann aber auch mit ein paar Leuten, mit denen wir ... wirklich gut unterhalten habe, die mich da auch beraten haben.

00:17:11: Ich habe gesagt, lass mal den Plan B sein!

00:17:13: Das Problem ist wenn du zu viel über Plan B nachdenkst, dann kommt er auch irgendwann sondern habt dann wirklich alles auf eine Karte gesetzt und hat gesagt ich glaube an dieses Unternehmen... Und ich glaube auch daran dass wir da eine gute Zukunft gehen.

00:17:26: und ich glaube das was da uns passiert ist zum ersten nicht ganz fair war und zum zweiten auch wirklich etwas Singuläres nicht einem Unternehmen geschuldet, dass jetzt per se strukturell krank gewesen wäre.

00:17:41: Und wie gesagt dann sind wir das angegangen mit der Aufspaltung.

00:17:47: viele Investoren haben auch ja mich angesprochen die habe ich dann wieder insowenzverwaltert die hab ich dann praktisch auch in das Verfahren irgendwo mit reingebracht und es war kein Selbstläufer auch das ist klar.

00:18:01: viele Niederlagen zwischendrin natürlich.

00:18:04: Der erste Wunschpartner, den wir hatten, der hat dann abgesagt und dann ging es darum einen zweiten wieder zu aquirieren.

00:18:09: Also das ist eine Achterbahnfahrt, das ist brutal!

00:18:15: Ich meine allein die Kündigung der Mitarbeiter.

00:18:20: Also ich musste ja in der Vergangenheit auch mehrfach Mitarbeiter entlassen, ob zweimal ein Standort schließen müssen und von daher kann er auch aus eigener Erfahrung sagen dass das ja schon einem sehr nahe geht wenn man dann Mitarbeiter die man auch noch persönlich kennt also nicht nur irgendwelche Zahlen oder Mitarbeiternummern die immer irgendwo hat Dann das die Botschaft zu überbringen und im dem Moment Es sind ja nicht die Mitarbeiter alleine, es ist dann letztendlich auch noch eine Familie der Hinterbeidemeister.

00:18:51: Also eine Vielzahl von Schicksalen und das denen dann irgendwie plausibel zu erklären wie diese Situation sich eben darstellt ist schon extrem schwierig und da ist auch eine Gradwanderung generell in der Kommunikation zu bleibenden Mitarbeitern dann halt auch positive Signale zu geben, damit die wichtigen Mitarbeiter auch gehen für den Neustart und trotzdem empathisch mit den zukündigten umzugehen.

00:19:23: Bei dir kam ja noch dazu, dass du auch im Ehrenamt dann tätig bist und damals auch schon warst als Vizepräsident der IHK.

00:19:31: Und das ist ja dann ja schon Shitstorm-verdächtigt, dass nachher Motto – IHKA-Vizepresident entlässt dein Drittelseiner Mitarbeiter und nimmt uns vielleicht mal ein bisschen mit durch den Prozess wie du das geschafft hast, dass die Kommunikation so ruhig abgelaufen ist und wie du es gestaltet hast?

00:19:50: Also... Es ist vollkommen klar so ein Prozess, wenn man sich von Mitarbeitern trennen muss auch von Mitarbeiter die lang da waren.

00:19:58: Das ist nichts Schönes.

00:20:00: nur das Thema ist halt immer jeder der unternehmerisch tätig ist weiß mit faulen Kompromissen oder mit dieser Thematik ausweichen wird es auch nicht funktionieren.

00:20:13: Wenn wir das Konzept durchgerechnet haben war vollkommen Klar wie viel wir mit an Bord nehmen können und bei dem Thema, wo die Betonfertigteile gelandet sind war es letztendlich genauso.

00:20:24: Die hatten ganz klar vom Businessplan das vorgegeben, dass funktioniert und dann muss man das umsetzen weil es nützt nichts wenn man da leere Versprechungen macht und am Ende des Tages dann wie gesagt ein halbes Jahr später muss man nochmal nachsteuern oder doch wieder Leute den man Hoffnung gemacht hat die dann enttäuschen sondern das Konzept muss dann muss dann fliegen.

00:20:49: Wie gesagt, es ist schwierig weil man selber ja gar nicht weiß was bei rauskommt.

00:20:52: Also ich wusste ja bis zum Schluss auch nicht bin ich noch an Bord.

00:20:54: also klar hätte auch sein können ein anderer Hätte in diesen Peter-Prozessen ein anderer Peter hätte mehr geboten dann wäre für mich auch von heute auf morgens Schluss gewesen.

00:21:05: das muss man ganz klar sagen.

00:21:07: da muss man aber trotzdem schauen dass die Leute an BORD bleiben.

00:21:10: Ich habe versucht meine Keyplayer da schon auch an BORT zu halten.

00:21:14: auch da muss mal ganz klar Sagen ins Orwenz gelingt Das nicht ist auch mir nicht gelungen, gab es doch noch mal einige Absprünge und gab dann auch im Neustart.

00:21:24: Auch das habe ich mich da auch intensiv mit beschäftigt gelesen dass gerade die ersten zwölf Monate doch auch nochmal einige abspringen.

00:21:30: so war's bei uns auch.

00:21:32: der unterlegende Bieter hat jetzt den Ingenieurbüro in Halbronn aufgemacht uns da nochmal ein bisschen Leute abgeknabbert.

00:21:40: das ist natürlich So ein Thema, das ist nicht schön.

00:21:44: jetzt aus unserer Sicht heraus aber lässt sich vermutlich in so einem Prozess, wo doch – das muss man ganz klar sagen – Insolvenz kämpft jeder auch für sich selber irgendwo nicht so schön.

00:21:56: Aber wie gesagt ich hatte es dann auch von der Kommunikation, das war ja so ein bisschen deine Frage.

00:22:03: also ich habe für mich das überlegt was mache ich jetzt als klar war wir müssen Insolvens anmelden?

00:22:09: Ich erlebe das immer so dass dass die allermeisten dann ja komplett auf Tauchstation gehen.

00:22:17: Das ist ja so, dass die Unternehmer überhaupt nicht mehr erreichbar sind und weg sind und mehr oder weniger die Gerüchteküche dann die Führung übernimmt.

00:22:27: Ich hatte auch durch meine diversen Ehrenämter in der Vergangenheit eigentlich einen relativ guten Draht zur Presse.

00:22:35: Das heißt ich habe schon etwas als das klar war... mit der Insolvenz habe, ich da auch ein gutes Vertrauensverhältnis zur Presse gehabt.

00:22:48: Das heißt das was ich gesagt habe wussten die können sich darauf verlassen dass das so stimmt und da konnten wir es dann relativ gut in geregelte Bahnen bringen dass die Gerüchteküche nicht explodiert.

00:23:02: natürlich gibt's immer und dann war erstmal diese Seite irgendwo befriedet.

00:23:12: Ja, was soll man denn tun?

00:23:16: Ich war einfach letztendlich überzeugt dass wir dann eine Chance haben.

00:23:21: Dass wir da durchkommen können und das vielleicht jetzt wirklich nicht als ein Missmanagement über die letzten fünf Jahre geschuldet war sondern dass da jetzt verschiedene Dinge unglücklicherweise zusammengekommen sind natürlich kombiniert mit Fählern, die wir auch im Management und die ich persönlich gemacht habe.

00:23:44: Das will ich gar nicht schönreden.

00:23:46: Aber dass wir da wirklich eine Chance haben!

00:23:48: Und was wollen wir denn dann machen?

00:23:50: Wenn man dann auf Tauchstation geht, sorry das wird keiner Volksfall.

00:23:53: Habe mich dann entschieden der Offensiv an das Thema ranzugehen Und da gab es dann schon das eine oder andere.

00:23:59: Herr Follow.

00:24:00: Sie sind ja natürlich privilegiert, sie wussten ja von Anfang an dass sie dabei sind.

00:24:05: aber jetzt denken sie doch mal an ihre ganzen Mitarbeiter.

00:24:07: Das war mal so ein Kommentar im Internet.

00:24:10: die können das halt nicht und das ist natürlich frustrieren bisschen wenn man weiß wie man sich eigentlich auch in der Summe dafür eingesetzt hat.

00:24:21: und wir haben ja auch einen Konzept kamen zum Tragen des Dreißig-Arbeitsplätze mehr hatte als das andere Konzept.

00:24:27: Aber das ist etwas von außen.

00:24:30: Das können viele nicht nachvollziehen, da kann man nicht reingucken.

00:24:33: und dann muss ich einfach sagen als Unternehmer, sorry, jetzt muss man dann auch wegstecken.

00:24:36: also wenn du everybody Starling sein willst, dann wirst Du so einen Job auch nicht machen können?

00:24:41: Ja absolut aber dann kurz zusammengefasst, also offensiv in die Kommunikation gehen, aber dann auch mit Selbstvertrauen und in das Ganze eben vertrauen dass das Konzept dann zu verkaufen und dann das auch plausibel rüberzubringen

00:24:57: Ja, man geht all in.

00:24:59: Sorry!

00:24:59: Das ist zu sagen okay ich habe jetzt die Möglichkeit und dann hätte ich vielleicht noch Plan B und dann noch Plan C. Das wird auch nicht unbedingt Erfolg sondern das jetzt... Ich hab es auf eine Karte gesetzt weil ich daran geglaubt habe.

00:25:13: Hätte ja auch schiefgehen können muss man ganz klar sagen hat geklappt.

00:25:18: aber ich glaube halt wenn wir's nicht so kommuniziert hätten dann hätte sicherlich nicht geklappt.

00:25:27: Ja, du hast ja dann im Zuge des Neustarts dann auch seventy-fünf Prozent der Anteile abgegeben die seit einem neunzwanzigster Lebensjahr dann gehalten hast von den hundert Prozent.

00:25:39: Und da verschiebt sich ja klar die Eigentumsverhältnisse.

00:25:43: aber... Wahrscheinlich auch dann so ein Stück weit mentale Mindset und wahrscheinlich schon an der einen oder anderen Stelle dramatisch, also du hältst noch für zwanzig Prozent die Sperrminorität aber muss dich jetzt wahrscheinlich mit mehr Leuten als früher dann dann wahrscheinlich abstimmen bei manchen Entscheidungen.

00:26:01: Und ja so ist das gesamte unternehmerische Modell ein bisschen geändert und das finde ich auch sehr spannend Wie du das für dich dann modelliert hast, also bei dir selbst im Kopf und aber auch von der Organisationsstruktur her.

00:26:18: Gibt es da irgendwie die härteste drei Frage mit denen du kämpfen musstest oder wo du für dich beantworten musstest?

00:26:27: Um dann gegenüber Familienmitarbeitern und der Öffentlichkeit als derjenige stehen zu bleiben, der halt wirklich nach vorne geht und gestaltet in dem Ganzen.

00:26:38: Ich glaube, wer unternehmerisch tätig ist, also nichts bleibt wie es war.

00:26:44: Es verändert sich immer und letztendlich die Frage hat sich nicht gestellt.

00:26:52: Die hundert Prozent haben mich ganz gestimmt.

00:26:53: meine Schwester hatte noch für zwanzig Prozent im Alten Unternehmens.

00:26:56: Also ich war seventy-fünf Prozent Gesellschafter aber nichtsdestotrotz habe die Mehrheit abgegeben.

00:27:02: das ist so dem Konzept geschuldet über das Kapital, dass wir reden.

00:27:08: Das ist jetzt für den Neustart notwendig war.

00:27:11: aber ich sage es mal ganz salopp Ich habe lieber von der Firma die Läuft als von einer Firma die nicht läuft und abstimmen.

00:27:21: Die Zeit wo man einsame Entscheidungen trifft gibt's doch im Tatort ... oder Unternehmer ja meistens immer der Mörter ist, oder der Böse.

00:27:33: Oder

00:27:33: das Opfer!

00:27:35: Und im Fernsehen irgendwo.

00:27:37: aber letztendlich abstimmen muss man sich mit jedem und ich glaube wir haben jetzt wirklich auch vom Team her... Wir haben eine sehr junge Führungsmannschaft, meine Gesellschaften sind sehr jung.

00:27:46: also das macht extrem Spaß da jetzt wirklich was zu reisen und es war auch irgendwas, was mir glaube ich vorher gefällt hat.

00:27:55: Also wir haben, das muss ich ehrlich sagen diese multiplen Krisen.

00:27:59: Wie gesagt, was vor Corona passiert ist, was ich gerade geschildert habe.

00:28:02: Corona der Ukraine-Krieg und dann die ganze Flau, die gesamte Situation in Deutschland, dass du halt keine Produktivitätsgewinne mehr hast.

00:28:10: Die extremen Preisträgerungen... Das hat mir so zu schaffe gemacht, das auch schon wirklich an mir gefressen hat.

00:28:18: Und da glaube ich jetzt, sagen wir mal so meine Frau sagt immer lass uns mal ein zwei Jahren drauf gucken, dann wissen wir für was es gut war.

00:28:28: Das ist schon so.

00:28:28: was, wo?

00:28:29: ich glaube da kann jetzt etwas Gutes draus werden.

00:28:31: Wir sind jetzt sechs Monate am Start.

00:28:33: bisher ist es gut gelaufen.

00:28:34: wir sind dann noch nicht durchaus durch das ganze Thema aber es macht Freude wieder tätig zu sein und das in der führenden Rolle, wo man gestalten kann und da ist es glaube ich egal ob man jetzt fünfe zwanzig fünfzig oder fünfer siebzig Prozent hat.

00:28:52: die Entscheidungen die man trifft die müssen ja trotzdem irgendwie rational Begründbar sein und wenn die begründbar sind, dann folgt ihr auch immer irgendwo eine Mehrheit.

00:29:02: Wenn die Mehrheit dir nicht folgt, dann war vermutlich auch deinen Entscheidungsvorlage vielleicht nicht ganz so gut.

00:29:08: Da muss man sie ja auch kritisch hinterfragen.

00:29:10: Also von dem her, das muss man so sehen, Blick nach vorn.

00:29:15: Du kannst ja immer nur die Möglichkeiten nutzen, die du hast... Und ich bin jetzt fifty-sech Jahre alt.

00:29:23: Ich möchte schon noch einige Jahre arbeiten und gestalten.

00:29:27: Und da tun sich jetzt schon gewisse Chancen auf, die gilt es jetzt zu nutzen.

00:29:31: Ja, toll, toll!

00:29:33: Ja kommen mal zu den Entscheidungen.

00:29:35: also basierendmal auf deine gesamte gebündelten Erfahrungswerde was was sind so deine wichtigsten Regeln nach denen du Entscheidungen triffst um dann möglichst fürs Unternehmen die richtige oder eine gute Entscheidung zu treffen?

00:29:49: Also ich glaube das der erste Punkt ist keine Atokentscheidung Die Goldene Regel mal drüber zu schlafen.

00:29:57: Ich glaube, jetzt kennt jeder am nächsten Tag.

00:30:01: Also abends wenn es dann schon grau wird sieht die Welt manchmal etwas anders aus als am nächsten tag, wenn vielleicht doch die Sonne wieder scheint oder alles also drüber schlaven Dann glaube ich einfach immer mal auch in die Situation des anderen versetzen Zu sagen okay was würde ich jetzt machen?

00:30:19: Wenn ich auf der anderen Seite sitzen würde irgendwo dass wo das mit ins Kalkhül zieht.

00:30:26: Und ja, am Ende des Tages ist es halt als Unternehmer müssen die Entscheidungen so sein, dass sie dem Unternehmen dienen und da muss man dann halt einfach auch gucken was dient dem Unternehmen?

00:30:41: Und letztendlich alles was dem Unternehmen nicht dient, das kann man dann auch nicht machen.

00:30:47: Und dann denke ich wichtig schon auf den Prozess.

00:30:49: und da haben wir glaube ich ein paar Fehler gemacht.

00:30:52: Wir haben uns zu viele Prozesse gegeben.

00:30:54: Das ist ja heute mit ISOs, neuntausend, vierzehntausend, fünfundvierzigtausende alle.

00:31:01: Was passiert?

00:31:02: Ein Prozess haste dann hast du auf einmal fünf und dann hast irgendwie zehn.

00:31:06: Und das führt alles dazu dass die Leute nicht mehr miteinander reden.

00:31:10: wir haben radikal jetzt auch unser QM-System mal runtergestutzt.

00:31:14: da sind gerade dabei wir sind eine Neuzertifizierung.

00:31:16: wir brauchen es einfach weil unsere Kunden das verlangen.

00:31:20: Das Allerwichtigste ist am Ende des Tages, wenn irgendwas unklar ist zum äußersten Greifen miteinander reden.

00:31:28: Und dann kriegst du auch eine ganz andere Schnelligkeit wieder hin.

00:31:32: und das ist denke ich glaube ich ganz wichtig dass man da nicht so viel Speck ansetzt was jetzt die Prozesse und Regulierung letztendlich leiten alle unter der Regulierung die es jetzt von der EU her gibt.

00:31:44: aber es ist letztendliche so dass sich jedes Unternehmen nochmal eine ganze eigene Regulierungs gibt Und da ist die Kunst, die so schlank wie möglich zu halten.

00:31:51: Ja absolut!

00:31:53: Lass uns mal also einen Blick in die Zukunft wagen.

00:31:56: okay wenn wir in ein zwei Jahren mal schauen was ist denn so die nächste große Pressemeldung über die Fallout Heavy Duty Solutions lesen werden und warum?

00:32:10: Also hoffentlich natürlich tolle Auftragsmeldungen und tolle Projekte.

00:32:14: ich finde es selber faszinierend was wir alles machen.

00:32:18: Wir haben jetzt die Abnahme bekommen für das größte Hochregal Lager, das höchste Hochregallager mit dreißig Tonnen pro Egalfach in USA was wir je gebaut haben.

00:32:27: Wie

00:32:27: viel hoch ist es dann?

00:32:29: Es ist fünfzig Meter hoch.

00:32:31: also

00:32:31: man kennt ja an der Autobahn die die die Hochregale lager dass sie alles für Europaletten oder für kleine Kisten.

00:32:37: wir machen das halt für große schwere Aluminiumrollen die bis wie gesagt bis dreizig tonnen gehen.

00:32:43: Also wenn wir da etwas vermelden können wir sind gerade ein einigen Projekten dran in der Akvise Wenn es da was zu vermelden gäbe und ich sage, wenn wir dann vielleicht in zwei drei Jahren auch wieder ein solides Wachstum reinkommen können so sagen okay.

00:32:56: Wir haben uns an der Stelle verstärkt oder wir haben jetzt wirklich vielleicht auch in Amerika nochmal einen Brückenkopf gegründet wo wir uns gerade überlegen wie wir die USA erobern können Dann wäre das schon eine ganz tolle Geschichte.

00:33:11: Also meine Daumen sind gedrückt und ich denke die Hörer drücken mit, also von daher freuen wir uns was wir dann sehen.

00:33:19: Vollort gibt es ja jetzt, haben wir sie ein paar Mal schon davon gehabt seit über hundert Jahren.

00:33:24: Sein Großvater hat hier in Weinsberg mit einer Schlosserei den Grundstein gelegt.

00:33:29: Dein Vater ist dann mit dreizehn Jahren in die Verantwortung gekommen weil der Großväter bei einem Zugunglück verstorben ist Und du selbst hast ja dann mit neunzwanzig das Unternehmen übernommen.

00:33:41: Also kann man auch sagen, Familie Vollert gestaltet wenn andere aufhören.

00:33:45: Was ist denn da aus deiner persönliche Erfahrung?

00:33:50: Dieses eine Ding dass du aus hundert Jahren Vollert sage kannst Das ist für jeden Unternehmer der jetzt zuhört wichtig, der gestalten will.

00:33:58: was muss der verstehen damit er sowas tun kann?

00:34:04: Gut das eine Ding eine ganz schwere Frage, weil es sind ja oft immer viele Dinge die sich dann über die Zeit auch in verschiedenen Nuancen widerspiegeln.

00:34:20: Es ist am Ende des Tages Verantwortung was glaube ich auch.

00:34:27: ein Unternehmer unterscheidet von einem Angestellten oder vielleicht von normalen Menschen?

00:34:35: Du kommst!

00:34:36: letztendlich, wenn du Unternehmer bist aus diesem Thema Verantwortung auch nicht raus.

00:34:41: Und George Bernard Shaw hat ja glaube ich mal gesagt Freiheit heißt Verantwortung und deshalb fürchten sich so viele Menschen vor ihr.

00:34:51: Dieses Thema Verantwortung ist natürlich schon was Tolles, wenn es gut läuft aber wenn's nicht läuft das ist natürlich eine wahnsinnige Bürte.

00:35:00: Aber ich glaube das Thema Verantwortung wird das Unternehmen für sich selber für alles, wo man auch die Prioritäten durchaus mal auf der Zeit wechseln die Mal.

00:35:09: Aber ich glaube das Thema Verantwortung ist schon etwas was jeder Unternehmer haben muss um unternehmerisch tätig zu sein weil es ist der innere Wertekompass der einem ja gerade in der Politik wird ein bisschen abgesprochen.

00:35:23: da wird er versucht alles zu regeln alles über Gesetze zu machen.

00:35:27: aber wenn der innre Wertekompass nicht da ist dann wird das auch nicht erfolgreich.

00:35:32: Das ist das Wichtigste, darum alles rumzugestalten und die solide Basis dann zu haben.

00:35:40: Herzlichen Dank lieber Hans Jörg für dieses Gespräch, für deine Offenheit und für die hundert Jahre Geschichte aus der du jetzt nicht nur eine Lektion gemacht hast sondern ein Neustart und alles Gute.

00:35:50: für die weitere wird es weiter durchstarten.

00:35:54: Vielen herzlichen Dank!

00:35:55: Ich glaube Kürger brauchen ja

00:35:57: gerne Und für alle die gerade zugehört haben, ihr habt jetzt gehört was es bedeutet da eben so einen Neustart zu machen in einem historisch gewachsenen Unternehmen.

00:36:13: Was für Wertete hinterstecken und dass man das Herz in die Hand nimmt und die Entscheidungen trifft dann auch erfolgreich damit etwas bewegen kann.

00:36:23: Und letztendlich beginnt alles mit einer Entscheidung, die eigene Richtung selbst in die Hand zu nehmen.

00:36:28: Auch dann wenn vordergründig mal alles dagegen spricht.

00:36:31: und genau das ist eben der Charakter von Gestalten statt Jammern.

00:36:34: Wenn diese Episode ein Nerv getroffen hat bei dir, dann teilt sie mit jemandem, der gerade in einer Situation steckt, in der er diese Perspektive auch brauchen kann.

00:36:43: Abonniere den Podcast damit du keine weitere Folge verpasst und bis zur nächsten Episode.

00:36:48: gestalten statt jammern!

00:36:50: Vielen Dank lieber Hans

00:36:52: Jörg!

00:36:52: Gestalten

00:36:59: oder jammern?

00:37:00: Bis zur nächsten Episode.

00:37:02: Bis dahin

00:37:03: Erbel

00:37:03: hoch, dein Kai Kissebört!

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